Die Weltkulturwoche 2016, vom 29. September bis zum 09. Oktober, trägt den Titel „Aufbruch“!

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Die diesjährige Weltkulturwoche wird am 01. Oktober 2016, um 14.00 Uhr, in der Willkommens- und Begegnungsstätte „Cabrini“, im Meininger Stadtteil Jerusalem, feierlich eröffnet. Zeitgleich findet auch das Begegnungsfest des Freundeskreis Migranten statt. Die Weltkulturwoche, vom 29. September bis zum 09. Oktober 2016, trägt diesmal den Titel „Aufbruch“. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz hat wieder über 20 Veranstaltungen, von der Lesung bis zur Theaterpremiere, gemeinsam geplant und organisiert.
„Menschen mussten aufbrechen, ihre Heimat verlassen, weil sie vor Krieg, Verfolgung und Elend geflohen sind. Sie haben alles hinter sich gelassen und sich auf einen langen und beschwerlichen Weg begeben. Ihre Geschichten von Krieg und Flucht gehen zu Herzen. In der Weltkulturwoche können wir sie hören. Auf vielfältige Art und Weise. Begegnungen mit den Geflüchteten in unserer Stadt tragen dazu bei, zu verstehen, warum sie geflohen sind und ihre Kultur kennen zu lernen.“ erklärt der Sprecher des Meininger Bündnisses, Ulrich Töpfer, den diesjährigen Titel. „Auch wir müssen aufbrechen. Heraus gehen, aus den Lebensgewohnheiten, die unser Leben prägen. Vielleicht auch heraus aus den Einstellungen, die wir gegenüber Geflüchteten haben. Zu uns kommen Menschen, die auf der Suche nach einem Leben ohne Krieg und Elend sind. Sie wollen in Frieden und Würde leben, wie wir auch. Mit welchem Recht soll ihnen das verweigert werden, was wir für uns selbst in Anspruch nehmen. So kann „Aufbruch“ auch bedeuten, dass wir mal die Seiten wechseln; uns in ihre Rolle versetzen. Was hätten wir wohl an ihrer Stelle gemacht?“, so Töpfer weiter.

JasminZum Start der Weltkulturwoche am 01. Oktober wird, um 20:16 Uhr, das Theaterstück „Jasmin, der aus dem Orient kommt“, in der ehemaligen Kantine des Meininger Bahnhofs, seine Premiere feiern. Dabei handelt es sich um ein Erzähltheaterstück gegen Rassismus und Hetze – für Aufklärung, Demokratie und Frieden. Das Stück möchte mit Vorurteilen aufräumen und zeigen, dass hinter der „Flüchtlingsbewegung“ keine anonyme Masse steht, sondern dass jeder einzelne Geflüchtete ein Gesicht und eine Geschichte hat. Auf der Bühne stehen: Aliaa Alkhalifeh, Maya Helal, Ahmad Jolaaq und Louai Soudan. Das Theaterstück entstand unter der Leitung von Vivian Frey und Undine Zeisberg.
Weiter geht es am 02. Oktober, um 19 Uhr, mit einem Konzert der Band „Sirius“ aus Neu-Ulm, in der Meininger Stadtkirche, sowie dem Theaterstück „Mutter Courage und ihre Kinder“, am Meininger Theater.

ohne-titelDer Einheitsfeiertag startet mit dem Meininger Citylauf, ab 09 Uhr, und ab 13. 00 Uhr mit einem Familiennachmittag auf dem Meininger Markt. Zu erleben ist am 03. Oktober ein buntes Programm aus Konzerten, Hüpfburg, Kuchenbasar, Diskussionen, Begegnungen und Erzählungen. Menschen, die in Flüchtlingsprojekten tätig sind werden ihre Projekte vorstellen und von ihren Erfahrungen und Erwartungen berichten. Außerdem sollen Flüchtlinge zu Wort kommen, die ihrerseits ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Erwartungen an eine Willkommenskultur in Meiningen äußern. Um 14.30 Uhr wird die Ausstellung „Rassismus – Bilder sagen mehr als tausend Worte“ auf dem Markt eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Foto-Projekt zum Thema Rassismus von Dorothea Brandt und Aatefa Ghafari. Um 16.00 Uhr beginnt ein Gastspiel unter dem Titel „Engel mit nur einem Flügel“ in den Kammerspielen des Meininger Theaters.

Am 05. Oktober werden im Cabrini, um 16 Uhr, Filme von Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Deutschland, unter dem Titel „was wir fühlen“ gezeigt. Am 07. Oktober wird, um 19 Uhr, in der Meininger Bibliothek der Publizist und Religionspädagoge Klaus Kugler zu „Tolstoi – Der Krieg und der Frieden“ referieren. „Viva la bunt – Wir feiern gemeinsam 10 Jahre AWO Kinder- und Jugendclub Am Berg“ heißt es am 08. Oktober, ab 12.00 Uhr, in der Jerusalemer Straße. Am Samstagabend beginnt außerdem, um 19.00 Uhr, ein Konzert mit „Shekib Mosadeq“ und afghanischer Musik in der Meininger Stadtkirche.

Begleitet wird die Weltkulturwoche von drei Ausstellungen. In der städtischen „galerie ada“ sowie im „Kunsthaus Meiningen“. In der Schlosskirche der Elisabethenburg ist von Oktober 2016 bis Mai 2017 die Ausstellung „Treue Israeliten – Treue Bürger“ zu besichtigen. Dazu gibt es zudem zwei Vorträge über den Umgang der Meininger mit jüdischen Mitbürgern.  Mehr Informationen zur diesjährigen Weltkulturwoche gibt es hier im Flyer!